Dr. Berinike Bräsel mit naion.tech gewinnt HERHOOD Crown 2026: starkes Signal für mehr weibliche Gründungen in Deutschland

- Von der Hochschule bis zum Wachstum: HERHOOD setzt dort an, wo Frauen auf der Startup Journey noch immer verloren gehen.
- NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur: In Nordrhein-Westfalen unterstützen wir Frauen auf dem Weg zum eigenen Unternehmen und räumen gemeinsam Hindernisse beiseite.
- HERHOOD Town bringt Gründerinnen mit Investor:innen, Wirtschaft und Politik zusammen und schafft Raum für Austausch, Orientierung und praxisnahe Impulse.
Essen, 24. September 2026 – Mit der Auszeichnung von naion.tech ist am gestrigen Mittwoch die HERHOOD Town 2026 der BRYCK Startup Alliance zu Ende gegangen. Das von Dr.-Ing. Berinike Bräsel gegründete Startup naion.tech setzte sich beim Pitch Contest HERHOOD CROWN gegen vier weitere Finalistinnen durch und gewann das mit 5.000 Euro dotierte Preisgeld, gestiftet vom Initiativkreis Ruhr. naion.tech entwickelt eine innovative Beschichtungstechnologie für industrielle Membranen, um die Rückgewinnung kritischer Rohstoffe aus Abwasserströmen zu ermöglichen. Das Unternehmen löst das Problem, dass herkömmliche Trennverfahren oft nicht selektiv oder robust genug sind, um wertvolle Materialien effizient aus industriellen Abwässern zu filtern. Das Startup nutzt ein eigens entwickeltes KI-Tool, basierend auf künstlichen neuronalen Netzen, so dass der Entwicklungsprozess der Membrane radikal beschleunigt wird.
Über 250 Gründerinnen, Investor:innen, Corporates und Entscheider:innen aus Politik und Wirtschaft waren zur HERHOOD Town 2026 unter dem Leitthema „Be prepared: Female Perspectives on Success“ nach Essen gekommen, dem Flaggschiff-Event der HERHOOD, einem Projekt der BRYCK Startup Alliance. Auf der Bühne berichteten Gründerinnen und Unternehmerinnen als sichtbare Vorbilder von ihren realen Erfahrungen – von Erfolgen ebenso wie von Unsicherheit, Rückschlägen und unerwarteten Wendungen. Denn Erfolg bedeutet nicht, auf alles vorbereitet zu sein, sondern auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn Pläne nicht aufgehen.
„Gute Geschäftsideen und unternehmerischer Mut sind keine Frage des Geschlechts. Und doch gründen Frauen in Deutschland immer noch seltener als Männer – dabei zeigt eine Studie der Boston Consulting Group: Wer in Gründerinnen investiert, bekommt mehr für sein Geld zurück. In NRW unterstützen wir Frauen beim Aufbau des eigenen Unternehmens, führen das erfolgreiche Gründungsstipendium.NRW fort und setzen uns dafür ein, strukturelle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Formate wie die HERHOOD Town zeigen: Unser Wirtschaftsstandort lebt entscheidend von starken Gründerinnen – sie schaffen Jobs, neue Wertschöpfung und ermutigen andere Frauen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen“, sagte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, die im Rahmen der Veranstaltung einen Impuls gab.
Der Anlass für Formate wie die HERHOOD Town bleibt drängend: Der Anteil der Gründerinnen im deutschen Startup-Ökosystem ist 2024 erstmals seit fünf Jahren gesunken, auf nur noh etwa 20 Prozent (Female Founders Monitor 2025). Gleichzeitig fließen weiterhin rund 90 Prozent des ausgezahlten Venture Capitals an reine Männerteams. Genau dieser strukturellen Schieflage bei Kapitalzugang, Sichtbarkeit und Netzwerken tritt die HERHOOD entgegen: Das Netzwerk der BRYCK Startup Alliance wurde ins Leben gerufen, um Gründerinnen gezielt Zugang zu Kapital, Wissen und Vorbildern zu verschaffen. Damit soll langfristig mehr Frauen der Weg zum eigenen Startup und in die Skalierung geebnet werden.
„Female Entrepreneurship ist kein Nischenthema – gerade im Deep Tech können wir es uns nicht leisten, auf die Ideen und Talente der Hälfte unserer Bevölkerung zu verzichten. Das Gewinner-Startup naion.tech zeigt, wie das unternehmerische Potenzial von Gründerinnen unsere Innovationslandschaft bereichert. HERHOOD macht Gründerinnen als Vorbilder sichtbar und ermutigt durch ehrliche Einblicke und persönlichen Austausch mehr Frauen, Gründung als möglichen Karriereweg zu entdecken und selbst zu Vorbildern zu werden.“, so Britta Dombrowe, BRYCK Startup Alliance.
Neben dem Pitch Contest bot das Programm der HERHOOD Town konkrete Unterstützung für Gründerinnen: Im HER VC Tiny House und im HER Tax and Law Tiny House erhielten Teilnehmerinnen 1:1-Beratung zu Finanzierung, Recht, Steuern und Patenten. Auf der HER Stage sprachen unter anderem Michaela Benthaus (ESA) und Julia Neuen (CEO peaches) über Rückschläge, Umwege und Resilienz auf dem Weg zum Erfolg. Beim HER Table tauschten sich Gründerinnen mit Branchenexpertinnen aus Energie, Wasser, Chemie, PropTech und Health aus.
Über die HERHOOD
Die HERHOOD ist das Netzwerk für Female Empowerment und Entrepreneurship der BRYCK Startup Alliance. Sie verbindet Gründerinnen mit Expert:innen, Unterneh-mer:innen und Stakeholder:innen des Startup-Ökosystems und macht weibliche Role Models sichtbar.
Über die BRYCK Startup Alliance
Die BRYCK Startup Alliance ist ein Zusammenschluss von RAG-Stiftung, der Universitätsallianz Ruhr (Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund & Universität Duisburg-Essen), dem Wirtschaftsbündnis Initiativkreis Ruhr aus über 70 Unternehmen und Institutionen und dem Innovations- und Gründungszentrum BRYCK. Als eine von zehn im EXIST-Leuchtturmwettbewerb des Bundes ausgezeichneten Startup Factories fördert sie wissenschaftsbasierte Ausgründungen und beschleunigt den Transfer innovativer Technologien aus der Spitzenforschung in die Industrie. Ziel der Initiative ist es, ein europaweit führendes Zentrum für die Entwicklung wachstumsstarker Deep-Tech-Startups zu etablieren.
Langfristig verfolgt die BRYCK Startup Alliance das Ziel, das Ruhrgebiet zu einem europaweit führenden Standort für wissenschaftsbasierte und wachstumsstarke Deep-Tech-Startups zu entwickeln. Bis 2030 will die Alliance 1.000 Ausgründungen begleiten und 240 Deep-Tech-Startups auf dem Weg in die Skalierung unterstützen. Die Startups im Ökosystem sollen bis dahin insgesamt eine Milliarde Euro Kapital einwerben und 15.000 neue Arbeitsplätze schaffen.