Dr. Ronald Kriedel wird neuer Geschäftsführer der BRYCK Startup Alliance

- Transferexperte der TU Dortmund verbindet künftig Hochschultransfer und Startup Factory in neuer Doppelfunktion
- Kriedel übernimmt zum 1. September die Nachfolge von Maximilian Weil Schimanski
- BRYCK Startup Alliance baut Verbindung von Forschung, Transfer und Markt weiter aus
Essen, 1. September 2026 – Die BRYCK Startup Alliance hat Dr. Ronald Kriedel zum neuen Geschäftsführer berufen. Mit seiner langjährigen Erfahrung im Hochschultransfer, in der Gründungsförderung und im Aufbau von Transferstrukturen stärkt er künftig insbesondere den Zugang der Startup Factory zu Hochschulen, Forschung und Wissenschaft. Kriedel übernimmt zum 1. September die Nachfolge von Maximilian Weil Schimanski und setzt parallel seine bisherigen Tätigkeiten an der Technischen Universität Dortmund und dem TU Capital Fonds fort. Die neue Doppelfunktion unterstützt den Anspruch der BRYCK Startup Alliance, wissenschaftsbasierte Teams noch gezielter auf dem Weg von der Forschung in den Markt zu begleiten.
Kriedel ist seit 2010 an der TU Dortmund tätig. 2012 stieg er über ein EXIST-Projekt in das Thema Entrepreneurship ein und baute das Startup-Center der Hochschule mit auf. 2017 übernahm er die Geschäftsführung des Centrums für Entrepreneurship & Transfer (CET). In dieser Zeit hat er den Transfer- und Gründungsbereich der TU Dortmund strukturell mitgeprägt – von campusnahen Unterstützungsangeboten für gründungsinteressierte Forschende, Studierende und Alumni bis zur Verankerung des CET als zentrale Serviceeinrichtung der Universität. Zudem war er am Aufbau von Schnittstellen in Richtung Markt und Kapital beteiligt, unter anderem über TU Concept und TU Capital.
Dr. Ronald Kriedel über seine neue Rolle:
„Wissenschaft und Unternehmertum folgen unterschiedlichen Logiken, sprechen unterschiedliche Sprachen und stellen andere Fragen. Damit aus exzellenter Forschung erfolgreiche Unternehmen entstehen, braucht es starke Netzwerke, passgenaue Unterstützung und Menschen, die beide Welten verstehen und zusammenbringen können. Diese Übergänge möchte ich bei der BRYCK Startup Alliance gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Industrie gestalten“
Philipp Herrmann, geschäftsführender Gesellschafter der BRYCK Startup Alliance, zur strategischen Bedeutung der Neubesetzung:
Mit Ronald Kriedel gewinnen wir einen ausgewiesenen Transferexperten für unser Führungsteam, der seit vielen Jahren Gründungsstrukturen an Hochschulen aufbaut. Mit seiner Doppelfunktion bleibt er fest im Hochschultransfer verankert und verbindet dessen Strukturen und Netzwerke unmittelbar mit der Startup Factory. Damit bringen wir Wissenschaft und Unternehmertum noch enger zusammen und stärken genau die Schnittstelle, an der aus wissenschaftlichem Potenzial unternehmerische Wirkung entsteht.“
Mit Dr. Ronald Kriedel führen künftig drei Geschäftsführer:innen die BRYCK Startup Alliance operativ: Philippa Köhnk verantwortet die Industrie- und Marktperspektive der Startup Factory und treibt die Zusammenarbeit von Startups und Unternehmen voran; Ersin Üstün entwickelt regionale und internationale Partnerschaften, Ressourcen und Strukturen für ein leistungsfähiges Deep-Tech-Ökosystem; Ronald Kriedel übernimmt den Schwerpunkt Transfer, stärkt die frühphasige Startup-Unterstützung und baut den Zugang zu Hochschulen, Forschung und wissenschaftsbasierten Gründungsteams weiter aus.
Philippa Köhnk, Geschäftsführerin der BRYCK Startup Alliance, sagt:
„Unser Ziel ist es, wissenschaftsbasierte Startups zu den Marktführern von morgen zu entwickeln und damit eine neue Gründerzeit mitzugestalten. Dafür müssen wir vielversprechende Talente und Teams möglichst früh erreichen. Ronald Kriedel schlägt hier eine wichtige Brücke: Er kennt die Hochschul- und Forschungslandschaft, versteht die Herausforderungen wissenschaftsbasierter Gründungsteams und schafft Zugänge, um sie früher zu erreichen und zu unterstützen. So können wir sie gemeinsam gezielter in Richtung Anwendung und Markt begleiten.“
Ersin Üstün, Geschäftsführer der BRYCK Startup Alliance, sagt:
„Die entscheidende Stärke eines Ökosystems liegt nicht in seinen einzelnen Akteuren, sondern in ihren Verbindungen. Das Ruhrgebiet hat starke Hochschulen, eine einzigartige industrielle Basis und Zugang zu Kapital. Unsere Aufgabe ist es, diese Kräfte systematisch zu vernetzen und für Gründer:innen nutzbar zu machen. Ronald Kriedel stärkt unsere Verbindung zur Wissenschaft, unseren Zugang zu den Technologien von morgen und damit die Schlagkraft des gesamten Ökosystems.“
Die Voraussetzungen für das weitere Wachstum der BRYCK Startup Alliance sind geschaffen. Seit dem operativen Start hat die Startup Factory mehr als 60 Teams und Startups unterstützt. Am ersten Accelerator-Jahrgang nahmen 23 Teams aus sechs Ländern teil. Die begleiteten Startups beschäftigen zusammen über 520 Mitarbeitende und haben bereits mehr als 29 Millionen Euro Kapital eingeworben. Mit dem Umzug ins Colosseum Essen und einem inzwischen 40-köpfigen Team hat die Factory außerdem ihre Strukturen und Kapazitäten deutlich erweitert.
Langfristig verfolgt die BRYCK Startup Alliance das Ziel, das Ruhrgebiet zu einem europaweit führenden Standort für wissenschaftsbasierte und wachstumsstarke Deep-Tech-Startups zu entwickeln. Bis 2030 will die Alliance 1.000 Ausgründungen begleiten und 240 Deep-Tech-Startups auf dem Weg in die Skalierung unterstützen. Die Startups im Ökosystem sollen bis dahin insgesamt eine Milliarde Euro Kapital einwerben und 15.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Über die BRYCK Startup Alliance
Die BRYCK Startup Alliance ist ein Zusammenschluss von RAG-Stiftung, der Universitätsallianz Ruhr (Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund & Universität Duisburg-Essen), dem Wirtschaftsbündnis Initiativkreis Ruhr aus über 70 Unternehmen und Institutionen und dem Innovations- und Gründungszentrum BRYCK. Als eine von zehn im EXIST-Leuchtturmwettbewerb des Bundes ausgezeichneten Startup Factories fördert sie wissenschaftsbasierte Ausgründungen und beschleunigt den Transfer innovativer Technologien aus der Spitzenforschung in die Industrie.