Grünen-Chefin Franziska Brantner besucht Startup Factory BRYCK Startup Alliance in Essen

- Sommertour macht Station im Ruhrgebiet: Austausch über das neue deutsche Geschäftsmodell für Deep Tech
- BRYCK zieht nach sechs Monaten im operativen Betrieb positive Zwischenbilanz: 23 Accelerator-Teams aus 6 Ländern, über 27 Mio. Euro eingeworbenes Kapital, neue Heimat im Colosseum Essen
- Im Fokus des Austauschs: wissenschaftsbasierte Gründungen, Skalierung und politische Rahmenbedingungen für internationale Wettbewerbsfähigkeit
Essen, 14.07.26 – Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, hat die BRYCK Startup Alliance in Essen besucht. Der Besuch war Teil ihrer Sommertour, auf der sie mit innovativen Unternehmen und Startup-Ökosystemen in Nordrhein-Westfalen ins Gespräch kommt. Leitfrage der Tour: „Wie verdienen wir morgen unser Geld? Was ist das neue deutsche Geschäftsmodell?“
Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch darüber, wie erfolgreiche Innovationsökosysteme in der Praxis funktionieren, was wissenschaftsbasierte Gründungen und Scale-ups tatsächlich voranbringt und welche politischen Rahmenbedingungen Deutschland braucht, um international wettbewerbsfähig mehr Deep-Tech-Unternehmen hervorzubringen. Mit Greenlyte Carbon Technologies in Essen (Direct Air Capture und Wasserstoff) sowie Clinomic in Aachen (KI-gestützte Lösungen für die Akut- und Intensivmedizin) standen zudem zwei Startups aus dem BRYCK-Ökosystem auf dem Tourplan. Sie zeigen beispielhaft, wie wissenschaftsbasierte Innovationen aus Nordrhein-Westfalen zu international wettbewerbsfähigen Deep-Tech-Unternehmen werden.
Im Rahmen ihres Besuchs im Colosseum Essen kam Franziska Brantner mit ausgewählten Teams aus dem aktuellen BRYCK Bootcamp ins Gespräch. Die Startups Medirion (Personalised Medicine), Cynrise (Energy) und Cyanis AI (Secure & Intelligent Systems) stellten ihre Technologien vor und berichteten aus erster Hand über die Chancen und Herausforderungen beim Aufbau wissenschaftsbasierter Deep-Tech-Startups.
Die BRYCK Startup Alliance ist eine von zehn im EXIST-Leuchtturmwettbewerb der Bundesregierung ausgezeichneten Startup Factories und verbindet Wissenschaft, Industrie, Kapital und Unternehmertum, um Spitzenforschung schneller in erfolgreiche Deep-Tech-Unternehmen zu überführen. Sechs Monate nach dem operativen Start zieht die BRYCK Startup Alliance eine positive Zwischenbilanz und bietet damit reichlich Gesprächsstoff für den Besuch.
Für das zweite Halbjahr 2026 hat sich die BRYCK Startup Alliance weiter viel vorgenommen: Mit dem neuen BRYCK Bootcamp entsteht zusätzliche Unterstützung für frühphasige Teams, gleichzeitig läuft bereits die Bewerbungsphase für die nächste Accelerator-Kohorte. Bis 2030 will BRYCK 200 skalierende Deep-Tech-Startups begleiten, die gemeinsam mehr als eine Milliarde Euro Venture Capital einwerben und 15.000 neue Arbeitsplätze schaffen.
Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen:
„Es ist fantastisch zu sehen, was hier in 3 Jahren seit meinem letzten Besuch entstanden ist. Großartig, dass sich hier so viele tolle Start-ups auf den Weg machen und die Chance haben, weiter zu wachsen und Unterstützung bekommen. Gerade diese Schnittstelle zwischen Industrie, Start-ups und Unis ist so wichtig – wenn wir die in Deutschland gut hinbekommen, dann steht uns diese Zukunft offen. Toll zu sehen, wie hier daran gearbeitet wird.“
Philippa Köhnk, Managing Director der BRYCK Startup Alliance, sagt zum Besuch:
„Dass Franziska Brantner sich für unsere Arbeit interessiert, zeigt: Die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland entscheidet sich an den Orten, an denen Forschung, Unternehmertum, Industrie und Kapital zusammenkommen – denn dort entstehen die Technologien und Geschäftsmodelle von morgen. Unsere ersten sechs operativen Monate haben gezeigt, dass unser Ansatz funktioniert – jetzt geht es darum, noch mehr Tempo aufzunehmen für einen neuen Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa.“
Philipp Herrmann, Gründer und CEO von BRYCK, ergänzt:
„Deutschland braucht keine neuen Strategiepapiere, sondern Tempo und Entschlossenheit bei der Umsetzung. Unser Anspruch muss sein, insbesondere im Bereich Deep Tech international Technologieführer zu werden. Dafür braucht es ein Umfeld, in dem Unternehmertum als Wachstumsmotor wirken kann. Deshalb freuen wir uns über jeden ernsthaften politischen Austausch darüber, wie hierfür die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden können – über Parteigrenzen hinweg.“
Über die BRYCK Startup Alliance
Die BRYCK Startup Alliance ist ein Zusammenschluss von RAG-Stiftung, der Universitätsallianz Ruhr (Ruhr-Universität Bochum, TU Dortmund & Universität Duisburg-Essen), dem Wirtschaftsbündnis Initiativkreis Ruhr aus über 70 Unternehmen und Institutionen und dem Innovations- und Gründungszentrum BRYCK. Als eine von zehn im EXIST-Leuchtturmwettbewerb des Bundes ausgezeichneten Startup Factories fördert sie wissenschaftsbasierte Ausgründungen und beschleunigt den Transfer innovativer Technologien aus der Spitzenforschung in die Industrie. Ziel der Initiative ist es, ein europaweit führendes Zentrum für die Entwicklung wachstumsstarker Deep-Tech-Startups zu etablieren.
Erste Erfolge bestätigen den Ansatz: Im ersten BRYCK Accelerator wurden 23 Startups mit 55 Gründerinnen und Gründern aus sechs Ländern begleitet. Startups aus dem BRYCK-Ökosystem haben seit Oktober 2026 mehr als 27 Millionen Euro Kapital eingeworben. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr über 40 Teams und mehrere Scale-ups unterstützt. Mit dem Einzug ins Colosseum Essen ist zudem ein neuer zentraler Treffpunkt für die Innovationsszene entstanden: Bereits 26 Unternehmen und 132 Menschen nutzen den neuen Co-working Space. Auch das Team der BRYCK Startup Alliance wächst weiter und zählt inzwischen 39 Mitarbeitende.