Energie-Achse Essen-Arnheim: BRYCK und Connectr erzwingen den industriellen Aufbruch

Essen/Arnhem, 21. Mai 2026 – Während die europäische Energiewende vielfach von regulatorischen Debatten geprägt ist, liefert die Kooperation zwischen Essen und Arnheim konkrete Ansätze für die Umsetzung. Auf dem European New Power Summit bekräftigten die deutsche Startup Factory BRYCK Startup Alliance und der niederländische Innovationshub Connectr ihre strategische Allianz. Das Ziel: Eine grenzüberschreitende operative Wachstumsachse, die Deep-Tech schneller in die industrielle Anwendung überführt.
Wie radikale Skalierung aussieht, zeigt das Beispiel RIFT. Das Startup für Eisenpulver-Technologie sicherte sich jüngst 113,8 Millionen Euro Investorenkapital. CEO Mark Verhagen lässt keinen Zweifel am Grund für den Erfolg: „Weil wir beweisen konnten, dass es funktioniert.“ Nur drei Wochen Vorlauf benötigte RIFT, um auf dem Energy Demofield in Arnheim – kaum eine Stunde vom Ruhrgebiet entfernt – in den Pilotbetrieb zu gehen. Es ist genau diese Geschwindigkeit, die BRYCK und Connectr nun zum Standard für das gesamte Ökosystem erheben.
Brownfield-Infrastruktur trifft Greenfield-Mindset
Für BRYCK, eine der zehn vom Bund im Leuchtturmwettbewerb ausgezeichneten Startup Factories, ist die Kooperation mit Connectr einer der Hebel für europäische Relevanz. Tobias Grün, Mitglied der Geschäftsführung bei BRYCK, brachte die strategische Ausrichtung auf dem Gipfel in Arnheim auf den Punkt: „Wir brauchen die bestehende industrielle Substanz unserer Region aber wir müssen sie mit einem Greenfield-Mindset bespielen. Radikal neu, ohne Altlasten im Denken.“
Die Partnerschaft bricht die klassischen Marktbarrieren auf:
Marktzugang Deutschland: Niederländische Energy-Startups erhalten über BRYCK direkten Zugriff auf die Industrie-Schwergewichte und Investorennetzwerke des Ruhrgebiets. Aktuell nehmen mit Saltes und Hexwise zwei niederländische Startups am BRYCK Accelerator teil.
Reallabore in den Niederlanden: Deutsche Gründer profitieren im Gegenzug von den agilen Test- und Demonstrationsstrukturen bei Connectr, um Prototypen unter Realbedingungen zu validieren – Möglichkeiten, die in Deutschland aufgrund komplexerer Genehmigungsverfahren und fragmentierter Infrastruktur bislang nur eingeschränkt verfügbar sind.
Operative Schlagkraft statt politischer Absicht
Der European New Power Summit am 21. Mai markiert den Übergang von der strategischen Planung zur operativen Umsetzung. Wo Kooperationen oft auf dem Papier enden, setzt diese Allianz auf physische Nähe und geteilte Infrastruktur. Das Ruhrgebiet und Ostniederlande verschmelzen damit zum schlagkräftigsten Energie-Cluster Europas.
„Mit Connectr bauen wir eine konkrete Brücke für Energy-Startups zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden“, so Tobias Grün. „So muss eine Startup Factory wirken: operativ, marktnah und mit echtem Mehrwert für Gründer, Industrie und Investoren. Wir reden nicht über die Energiewende, wir bauen das Ökosystem dafür.“
Über die BRYCK Startup Alliance
Die BRYCK Startup Alliance gehört zu den zehn im EXIST-Leuchtturmwettbewerb ausgezeichneten Startup Factories in Deutschland. Sie vernetzt Forschung, Industrie und Kapital, um wissenschaftsbasierte Deep-Tech-Gründungen zu fördern und zu skalieren.
Über Connectr
Connectr ist der niederländische Innovationshub für die Energiewende in Arnheim. Er bündelt Testumgebungen und Innovationsprogramme, um Technologien schneller in die industrielle Anwendung zu überführen.